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Erdbohrungen mit Erdrakete Balken
Erdbohrungen mit Erdrakete
Erdraketen sind technisch einfach aufgebaute Geräte für das Verlegen von PE-Rohren. Die Geräte haben eine Länge von 1,5 -2,1 Meter und einen Durchmesser von 65 -180 mm. Der Antrieb des zylindrischen Bodenverdrängungshammers erfolgt mit Druckluft. Im Laufe der Zeit sind verschiedene Veränderungen an den Erdraketen vorgenommen worden.

- Beispielsweise wurde die konische Spitze durch einen Stufenkopf ersetzt, somit wurde die Zielgenauigkeit entscheident verbessert.

- Die Erdraketen sind auch mit einem Rückwärtsgang ausgerüstet. Dieses Vorgehen wird erreicht über eine von hinten drehbare Steuerung, welche durch unterschiedliche Öffnungen die Druckluft auf den Kolben freigibt.

Die Handhabung der Erdraketen erfordert viel Erfahrung und gute Kenntnisse der verschiedenen Bodernverhältnisse.

- Während eines Arbeitseinsatzes muss das Bauunternehmen informiert sein über alle bestehenden Werkleitungen. Bei Hausanschlüssen müssen auch Privatleitungen berücksichtigt werden. (z.B. Erdwärmeleitungen zu Wärmepumpen oder erdverlegte Heizöltanks). Entwickelt wurden die Erdraketen zur Unterquerung von Strassen und anderen kurzen Verbindungen. Der Einsatz dieser Geräte ist heute noch am wirtschaftlichsten bei kleinen Rohr-Durchmessern und -Längen bis 20 Meter.

- Der Durchmesser wird so gewählt, dass die Berstmaschine ca. 10% grösser ist als das zu verlegende Rohr. Je nach Berstmaschinengrösse muss die Verlegungstiefe bestimmt werden. Wird dies nicht beachtet, können durch die Verdrängung des Erdmaterials erhebliche Schäden am Strassenbelag entstehen.

- Die für den Verdrängungsvorgang notwendeige Schmierung erfolgt durch die Druckluftversorgung mit einem Nebelöler. Der spezielle Schmierstoff ist biologisch abbaubar. Mit verschiedenen Zubehörteilen ist es möglich in einem Arbeitsgang die Bohrung herzustellen und gleichzeitig das Rohr einzuziehen. Auch ein grabenloser Rohraustausch ist möglich. Dazu wird ein Übergangsstück zwischen Erdrakete und Altrohr eingesetzt. Auf diese Weise kann das Altrohr herausgeschlagen und das neue Rohr eingezogen werden. Die erste Erdrakete wurde in Russland hergestellt, daher ist der Begriff "Russische Rakete" heute noch vielerorts bekannt (weitere Verfahren siehe Berstlining)